Füttert die Technologie unser Reptilisches Selbst? Füttert die Technologie unser Reptilisches Selbst?
Diese Präsidentschaftswahl ist scheußlich und dreckig! Vielleicht sind Wahlen schon immer so gewesen, aber es hat auf jeden Fall nochmal eine Steigerung in der... Füttert die Technologie unser Reptilisches Selbst?

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Diese Präsidentschaftswahl ist scheußlich und dreckig! Vielleicht sind Wahlen schon immer so gewesen, aber es hat auf jeden Fall nochmal eine Steigerung in der Widerlichkeit gegeben. Und tatsächlich sind solche Wahlen und die Art und Weise, wie sie geführt werden, ein hervorragendes Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir können definitiv eine Zunahme der Scheußlichkeit verzeichnen.

Ich habe in der Vergangenheit viel über Technologie geschrieben, und die Auswirkungen auf unser Gemüt. Mir wurde die Frage gestellt, ob die Technologie irgendwie diese Zunahme der wörtlichen Gewalt und insgesamt schlechtes Benehmen verursacht, das wir absolut bezeugen können?

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In Wahrheit schafft die Technologie kein schlechtes Benehmen oder zwingt uns zu diesen schlechten Verhaltensweisen, die wir momentan haben. Vielmehr macht die Technik es einfacher und akzeptabler, wenn wir die primitivsten Aspekte, die wir bereits haben/sind, aushandeln. Technologie ist der perfekte Partner und Werkzeug für unser „Reptilisches Selbst“.

In jedem von uns steckt ein starker Drang zur Freude, sofortige Befriedigung und auch Passivität. Auf der primitivsten Ebene sind wir veranlagt zu kritisieren, zu beurteilen, zu verhandeln, die Schuld und Verantwortung abzuweisen, und zu kapitulieren. Unsere primitive Natur neigt uns zur Ablenkung, Unterhaltung und Selbstbefriedigung. Wir sehen auch all diese ursprünglichen Tendenzen, wie sie auf der öffentlichen Bühne gehandelt werden.

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Technologie ist die Snack-Nahrung der Wahl für unser „Reptilisches Selbst“. Das ist aus vielen Gründen problematisch, jedoch das größte, von denen, besteht darin, dass unser überfüttertes Reptil selbst nicht den Verstand oder Reife hat, um uns zu einem Zustand des Wohlbehagens zu bringen, wo wir hingeführt werden wollen. In dieser Zeit in der Geschichte bekommen wir „Essattacken“ auf die Technologie, als wenn wir am Buffet auf einem Kreuzfahrtschiff stünden, und uns selbst erlauben, uns wie Süchtige zu benehmen, weil wir es einfach können und niemand da ist, um uns zu stoppen.

Wenn wir dem erliegen, was am leichtesten ist, geben wir die Befriedigungen und Vertrauen auf, die aus harter Arbeit und Anstrengung kommen. Wenn wir die unmittelbare Befriedigung wählen, verpassen wir die Freude am Prozess und Entschlossenheit. Wenn wir uns der unveränderlichen Ablenkung und Unterhaltung hingeben, werden wir von der Bedeutung und Vorzüglichkeit beraubt, die die Anwesenheit und Fokus liefern. Wenn wir in den Untiefen leben, verzichten wir auf den Reichtum der Tiefe. Wenn wir Schuld und Angriff urteilen, werden wir verlassen, in einer Suppe der Toxizität zu leben. Was das betrifft – die Widerlichkeit, die wir auf der öffentlichen Bühne in diesem Augenblick sehen, bringt uns nicht weiter und ist keinesfalls dabei, uns zu einem Zustand des grundsätzlichen Wohlbehagens, oder Glücks, zu bringen.

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Gerade dieser Wahlzyklus macht uns klar, dass wir aufhören müssen, uns hinzugeben und dadurch unsere primitivsten Tendenzen zu stärken, das Kool-Aid (bekanntes, süßes Getränkepulver, siehe Bild) zu trinken, und stillschweigend damit einverstanden zu sein, dass unser unterdurchschnittliches Verhalten in Ordnung ist. Wir müssen mehr denn je bewusstwerden, wie wir unsere „Reptilische-Natur“ mit unseren Geräten füttern, und was es in unseren inneren und äußeren Welten schafft.

Wir müssen wieder die Kontrolle über unsere primitiven Neigungen übernehmen, so dass wir uns erinnern können, und beginnen nach der höheren Weisheit zu handeln und uns mehr zu entwickeln.


von Nany Colier, Psychotherapeutin und Autorin des Buches “The Mindful Way to Stay Sane in a Virtual World

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