Schon mal was vom zweiten Gehirn gehört? Schon mal was vom zweiten Gehirn gehört?
Unsere Welt ist doch viel großer und spannender, als wir mit unseren Augen erblicken können. Wenn wir könnten, dann könnten wir unsere eigenen Zellen... Schon mal was vom zweiten Gehirn gehört?

Unsere Welt ist doch viel großer und spannender, als wir mit unseren Augen erblicken können. Wenn wir könnten, dann könnten wir unsere eigenen Zellen wachsen, verwandeln und teilen sehen, aber auch erkennen, wie fremde Zellen in uns leben und etwas bilden, was die Wissenschaftler unser zweites Gehirn nennen.

Es gibt ein komplettes Ökosystem von Bakterien und ein riesiges neuronales Netz in unseren Eingeweiden. Dieses Ökosystem ist unser zweites Gehirn und umfasst einige 100 Millionen Neuronen, mehr als das Rückenmark besitzt. Allerdings, dieses zweite Gehirn schreibt keine Poesie oder löst mehrfach lineare Gleichungen, jedoch zeigen neueste Studien, dass die Gesundheit unseres zweiten Gehirns stark unsere Stimmung beeinflusst.

Es ist nicht nur so, dass Magenschmerzen Dir Deinen Tag vermiesen können. Es ist mehr als das! Das enterische NervensystemDas enterische Nervensystem besteht aus einem komplexen Geflecht von Nervenzellen (Neuronen), das nahezu den gesamten Magen-Darm-Trakt durchzieht. Es besitzt beim Menschen vier- bis fünfmal mehr Neuronen als das Rückenmark (etwa 100 Millionen Nervenzellen). Dieses eigenständige Nervensystem befindet sich als dünne Schicht zwischen den Muskeln des Verdauungsapparates. Seine Aufgabe ist z. B. die Verdauung zu steuern. Es kann vollständig autonom arbeiten, unterliegt aber den Einflüssen von Sympathikus und Parasympathikus, um mit dem Gesamtorganismus zu harmonisieren. ist ein Netzwerk von Neuronen, das den gesamten Verdauungstrakt leitet. Es verursacht die Sensation von nervösen Schmetterlingen im Bauch, oder aber das Gefühl eines Steins im Bauch zu haben, was ein angeborener Teil unserer psychischen Stressreaktionen ist. Viele Ursachen unseres Verhaltens sind im Bauch zu ergründen!

Bis zu 90 Prozent der Zellen, die an diesen Reaktionen beteiligt sind, tragen Informationen an das Gehirn, anstatt Nachrichten von ihm zu erhalten, so dass Dein Darm am einflussreichsten für Deine Stimmung in Deinem Kopfe ist!

Noch abgefahrener ist es, dass unser zweites Gehirn die Hälfte von uns ist. Innerhalb des Verdauungssystems kommuniziert das Darmnervensystem hauptsächlich mit Bakterien. Dies sind völlig getrennte Wesen, die unser MikrobiomDas Mikrobiom bezeichnet im weiteren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen oder andere Lebewesen (z. B. Regenwürmer, Reptilien, Rinder) besiedelnden Mikroorganismen. Im engeren Sinn wird hierdurch die Gesamtheit aller mikrobiellen Gene bzw. Genome-(DNA) im menschlichen Organismus bezeichnet und vom Begriff der Mikrobiota unterschieden, die die Gesamtheit aller Mikroorganismen bezeichnen. bilden, und es gibt genau so viele von ihnen in uns, wie unsere eigenen menschlichen Zellen.

Aber keine Panik! Dies ist keine außerirdische Übernahme. Unsere Darmbakterien haben sich seit der Geburt mit uns entwickelt. Sie helfen, unser Essen zu verdauen und bekämpfen unfreundliche Außenseiter wie Viren und Schimmelpilze. Der Punkt ist: Um uns gesund zu halten, müssen sie auch gesund und reichlich sein.

Wenn sie es nicht sind, fühlen wir es. Diese Biomasse von Bakterien kommuniziert mit wichtigen Neurotransmittern, die in unserem enterischen Nervensystem eingebettet sind, um Botschaften zu senden, die die Art beeinflussen, wie wir uns fühlen.

Das können gute Nachrichten für Leute sein, die mit Angst oder Depressionen zu kämpfen haben. Studien zeigten, dass Menschen mit gesunden und vielfältigen Darm-Mikroben seltener an Krankheiten leiden. Auf der anderen Seite zeigten sie auch, dass Menschen, die in sterileren Umgebungen aufwuchsen, häufiger Junk-Food aßen, und Antibiotika nahmen, ausgesprochen ungesunde Mikrobiome besaßen. Also die Änderung der Ernährung kann weit mehr Auswirkungen als auf unsere Taille haben.

Fehlt uns das Bewusstsein dazu?

Erinnern wir uns, sobald wir den ersten Schluck Rotwein getrunken haben, können wir fast unmittelbar eine Veränderung spüren. Wir erkennen und kombinieren, dass das, was wir zu uns nehmen, uns verändert. Wenn wir aber ein Wiener-Schnitzel (oder Whopper-Menü) gegessen haben, kommt die Veränderung bei vielen ungesehen, was nicht heißt, dass es keine gibt. Oftmals fühlen wir uns “dröge”, bekommen vielleicht sogar Bauchschmerzen und einen merkwürdigen Stuhlgang. Unser Geschmacks- und unser Geruchssinn (eigentlich die Erinnerung davon) für die Auswahl unserer Nahrungsmittel sind selten in einer Linie mit dem, was der Körper wirklich braucht. (Tipp – Intuitiv essen!)

Hast Du schon einmal etwas über Probiotika“  gehört? Probiotika sind Lebensmittel, die Dein Biom nähren und fördern. „Präbiotika“  sind Lebensmittel, die mit Stämmen gesunder Bakterien kultiviert werden, und unterstützen das Darm-Ökosystem, in dem Deine Bakterien gedeihen können. Zusammen können prebiotische und probiotische Lebensmittel helfen, Dein zweites Gehirn lebendig zu halten.

Wie genau diese Darm-gesunden Lebensmittel helfen, Depressionen zu bewältigen, ist noch nicht ganz klar. Die Wissenschaft der Darm-Hirn Verbindung ist sehr jung, besonders in Bezug auf unsere Stimmung. Aber Studien finden weiterhin vielversprechende Korrelationen. Es gibt Hinweise darauf, dass ein gesunder Darm Entzündungen und Cortisolspiegel eindämmt, Deine Reaktion auf Stress abbaut, das Gedächtnis verbessert und sogar Neurotizismus und soziale Angst reduzieren kann.




Auch Du kannst diese Verbindung frei von wissenschaftlichen Formulierungen erkennen. Schließlich ist es Dein Körper, manchmal musst Du einfach nur hinzuhören.

Dennoch es ist nicht ganz so simpel, dass Du beim nächsten Anfall einer Depression einfach einen Schluck Kombucha trinkst und das Problem ist gelöst. Die Darm-Hirn-Verbindung ist ein komplexes, abwechslungsreiches und sich ständig veränderndes System. Dein Darm ist immerhin so einzigartig wie Du selbst. Sollte ein Becher Joghurt den Start in Deinen (Arbeits-)Tag unterstützen, dann ist es Zeit einkaufen zu gehen.

– DENKE-ANDERS-BLOG –


 

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Quellen: microbiomeinstitute.org | ncbi.nlm.nih.gov | wm.edu/news | scientificamerican.com/article/gut-second-brain/


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