Die verbotene Frucht …und unser Ego! Die verbotene Frucht …und unser Ego!
Einer der reichsten und eindrucksvollsten Mythen der westlichen Zivilisation ist der Fall von Adam und Eva, der im Buch Genesis erzählt wird. Dieser Mythos erzählt,... Die verbotene Frucht …und unser Ego!

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Einer der reichsten und eindrucksvollsten Mythen der westlichen Zivilisation ist der Fall von Adam und Eva, der im Buch Genesis erzählt wird. Dieser Mythos erzählt, dass Adam und Eva lernten, das Gute vom Bösen zu unterscheiden, und dass, bevor sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis aßen, „beide nackt waren und sich nicht schämten“. (Genesis 2:25) Obwohl Adam und Eva nicht blind waren, hatte ihre Wahrnehmung dieser Nacktheit keinen Scham ausgelöst, die sie bei uns modernen westlichen Menschen auslösen würde.

Die Schlange flüsterte:

“Denn Gott weiß, dass wenn du davon isst, deine Augen geöffnet werden und du wirst wie Gott sein, der Gut und Böse kennt.” (Genesis, 3:5)

Doch Evas Augen waren vermutlich schon offen; sie war nicht blind; sie war bereits voll bewusstseinsfähig. Deshalb muss die Schlange mehr als nur eine bewusste Erfahrung gemeint haben; etwas, das sie noch nie zuvor hatten – Scham oder Ego!

Ich vermute, dass die Frucht des Baums der Erkenntnis Adam und Eva eine selbstreflektierende Erkenntnisweise verlieh. Der Baum war der Baum des selbstreflektierenden Wissens. Die Tat des Essens seiner Frucht entwickelte in Adam und Eva nicht die Fähigkeit, Dinge bewusst zu erleben – was sie bereits konnten -, sondern zu wissen, dass sie Dinge erlebten. Es ermöglichte ihnen, sich als das zu erkennen, was ihre Erfahrungen waren; über ihren eigenen Zustand, über ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Empfindungen nachzudenken. Vor dem Erwerb dieser Fähigkeit haben sie sicher ihre Nacktheit erlebt, wussten allerdings nicht, dass sie Nacktheit erlebten. (Baum des Wissens) Und deshalb fühlten sie keinen Scham.

“Selbstreflexion ist eine kognitive Konfiguration, die es uns ermöglicht, die Unmittelbarkeit des gegenwärtigen Moments zu verlassen, indem wir uns vergangene und zukünftige Szenarien vorstellen, mit denen wir uns dann häufig quälen.”

Wir foltern uns mit unserer eigenen selbstreflektierenden Einbildungskraft. Und wir fielen als der Baum der Erkenntnis uns die Fähigkeit gab, interne Erzählungen darüber zu erstellen, was hätte sein sollen und was noch sein könnte. Man könnte womöglich sogar sagen, dass wir süchtig danach sind, diese selbstgefertigten ‘alternativen Realitäten’ einzusetzen, um gegen das zu kämpfen, was ist.

Also, das Essen dieser Frucht entfernte Adam und Eva von der Präsenz des Göttlichen! Anstatt vielleicht vollkommen spirituell zu werden, passierte das genaue Gegenteil und sie wurden vollkommen menschlich – verschiedene genetische Wesen. Trotzdem sollten wir davon ausgehen, dass „das Leben niemals durch die Umstände und Zufälle unerträglich gemacht wird, sondern nur durch den Mangel des Erkennens von Sinn und Zweck darin.” (Zitat: Viktor Frankl[1][2])

Daher ist die Geschichte des Garten Eden eine Allegorie für unsere sogenannte ‘Evolution’ als Spezies Mensch. Eden repräsentiert die Erde vor unserer Selbstreflexion. Sobald die Selbsterkenntnis (dann Ego) kam, verwandelte sich Eden zum Heute.

“Der wahre Wert der Selbstreflexion besteht nicht in der Beantwortung, sondern im Nachfragen.” – DEIN EGO

Adam und Eva zeigen uns mit diesem Mythos auch, dass unser selbstreflektierende, aber sprachbeschränkte Intellekt niemals in der Lage sein wird, die transzendente Antwort auf das Rätsel des Lebens zu erzeugen. Indem die Haltung des Rätsels schrittweise verfeinert wird, das heißt die Art und Weise, wie die Fragen gestellt werden, kann der Intellekt den verschleierten Geist anstoßen und zu zunehmend einsichtigen Antworten führen.

Letzter Gedanke!

Es gibt demnach großen Nutzen, der mit dem Fall daherkommt; einerseits unergründliche Möglichkeiten, um die Fülle des menschlichen Potentials zu begreifen und dessen Rolle im kosmischen Schema von Dingen zu erfüllen, denn immerhin ist der Baum der Erkenntnis nicht nur der Baum des Übels, sondern beides – das Wissen über Gut und Böse! …und auf der anderen Seite abermals die kleine Erleuchtung, dass Realität durch Mythen und Fabeln verändert und ins Leben gerufen wird.

//Niluxx





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